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Flurnamenforschung in Thüringen


Eckhard Meineke

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Flurnamenforschung in Thüringen

Bild:Karte_Flurnamen

Karte von Tobias Lochner

I. Landschaftliche Gebundenheit der Sprache


Das Deutsche ist in älterer, neuerer und neuester Zeit in großem Umfang landschaftlich geprägt. Bis zur Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache gab es ohnehin nur regionale Sprech- und Schreibweisen. Regional gebundenes Sprechen lebt in der Fülle seiner lautlichen und lexikalischen Variation in der Neuzeit und der Gegenwart neben der Schriftsprache weiter. Landschaftlich bedingte Sprechweise, landschaftlicher Wortschatz, landschaftliches und lokales Namengut sind Bestandteil dessen, was Menschen neben der sonstigen natürlichen, sozialen und kulturellen Raumgebundenheit prägt, Element dessen, was man als Heimat bezeichnet. Entsprechend ausgeprägt ist das Interesse an regionaler Kultur, Geschichte und Sprache. Ein wichtiger Bestandteil regionaler Sprachüberlieferung sind die Flurnamen . Im folgenden geht es um die Geschichte , Gegenwart und Zukunft der Flurnamenforschung in Thüringen. Eckhard Meineke

II. Zur Geschichte der Flurnamenforschung in Thüringen

Luise Gerbing veröffentlichte 1910 ein umfangreiches Werk über die Flurnamen des westlichen Thüringer Waldes . In Jena hatte die Erforschung des Thüringischen bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert begonnen. Friedrich Kauffmann, bereits vor seiner Berufung als Dialektologe hervorgetreten , bot 1893-1895 Lehrveranstaltungen zur Dialektforschung an. Sein Nachfolger Victor Michels (1866-1929), Ordinarius für Deutsche Philologie, setzte die Forschung und Lehre zu den thüringischen Dialekten fort. 1907 wurde auf seine Anregung hin das Thüringische Wörterbuch als Unternehmen des Vereins für Thüringische Geschichte und Altertumskunde gegründet, was es bis 1930 blieb. Dieses Hauptprojekt der regionalen Sprachforschung in Thüringen wurde Ende 2005 abgeschlossen.

Bei der Wortschatzsammlung für das Wörterbuch gab es wiederholt Überlegungen, auch Flurnamen aufzunehmen. Doch gelangte man früh zu der Auffassung, dass Mikrotoponyme gesondert behandelt werden müssen. Zu ihrer Erhebung und Analyse sind regional- und lokalhistorische Vorarbeiten notwendig, und Onomastik erfordert ein anderes forschungspraktisches Vorgehen als die Erforschung der dialektalen Appellative. Im Wörterbuch werden deshalb nur solche Flurnamen in Auswahl aufgenommen, bei denen die Grenze zum Appellativum nicht eindeutig ist. Ein Beispiel dafür ist etwa die Bezeichnung Herrschaftsholz 'herzoglicher Wald' aus dem Ort Hayn im Kreis Erfurt.

Auf der Generalversammlung des Gesamtvereins der deutschen Geschichts- und Alterthumsvereine (Dresden 1900) wurde der Antrag gestellt, eine "Centralstelle für Flur-, Orts- und Personennamenforschung der jetzt deutschen Gebiete" zu gründen. Drei Jahre später wurde dieser Beschluss auf der Erfurter Versammlung geändert. Es sollten regionale Flurnamenausschüsse gegründet und in Dresden eine Zentralstelle für Flurnamenforschung eingerichtet werden. Deren Leitung übernahm der Direktor des Hauptstaatsarchivs Dresden, Hans Beschorner .

Anfang der 30er Jahre wurde die thüringische Flurnamenforschung in Jena institutionalisiert, was auch der "Zentralstelle für deutsche Flurnamenforschung" zu verdanken ist. Am 1. 10. 1933 beauftragte man den Studienrat Paul Liß (1892-1948) mit dem Aufbau des "Thüringischen Flurnamenarchivs" im Rahmen der "Landesstelle für thüringische Volkskunde"; dieser stand er ebenfalls vor. Beide landeseigenen Einrichtungen waren wie die "Landesstelle für Thüringische Mundartenkunde" in die Universität einbezogen. Die Belegsammlung für das Flurnamenarchiv kam aber nur langsam voran. Der Plan, Flurnamen durch Fragebogen zu erheben, konnte nicht verwirklicht werden. Trotz der Unterstützung durch Beschorners "Zentralstelle" gab es längere Auseinandersetzungen um die Berechtigung einer institutionalisierten Flurnamenforschung. Überdies hatten Privatpersonen und Vereine mit mehr oder weniger unprofessionell angelegten Befragungen begonnen und förderten dadurch die von Jena ausgehende Sammeltätigkeit nicht. Die "Landesstelle für thüringische Mundartenkunde" wurde zu Kriegsbeginn geschlossen, aber die volkskundliche Landesstelle und das Flurnamenarchiv konnten von Liß bis zum Kriegsende weiterbetrieben werden. Zu einem nennenswerten Zuwachs an Ergebnissen kam es nicht. Kurz vor Kriegsende, am 9. 2. 1945, wurde das Gebäude, welches das Archiv beherbergte, durch Bomben zerstört. Doch neben vielem anderen konnten auch die Flurnamenzettel gerettet werden .

Die "Landesstelle für thüringische Volkskunde" wurde nach dem Krieg an der Universität nicht weitergeführt, aber die Sammlung der Thüringer Flurnamen übertrug man dem 1951 gegründeten Institut für Mundartforschung. Dass die thüringische Flurnamenforschung seinerzeit ihre Einbindung mitsamt der thüringischen Mundartforschung an der Universität erhielt, ist vor allem dem kommissarischen Institutsleiter Herman Hucke zu verdanken. Anfang 1953 enthielt das Flurnamenarchiv rund 6.700 grob sortierte ausgefüllte Karteizettel, auf denen sich auch die von Liß zusammengetragenen 5.000 Namenbelege befanden. Beträchtlich erweitert wurde diese Sammlung durch die Aufnahme von Belegen, welche die ehrenamtlichen Helfer und Fragebogenbeantworter des Thüringischen Wörterbuchs eingesandt hatten. Henrik Becker (1902-1984) hielt Anfang der fünfziger Jahre Lehrveranstaltungen zur Orts- und Flurnamenforschung. Von 1953 bis 1959 entstanden sieben von ihm betreute flurnamenkundliche Abschlussarbeiten.

1958 promovierte Herbert Schrickel mit der "Wortkunde der Flurnamen des Kreises Ilmenau". Danach Mitarbeiter des Instituts für Mundartforschung, war Schrickel neben seiner Arbeit für den Thüringischen Dialektatlas und seit 1962 als Mitautor des Thüringischen Wörterbuchs nach Huckes Ausscheiden (1962) für das Thüringische Flurnamenarchiv verantwortlich. 1959 umfasste die Belegsammlung 32.000 Zettel, wobei die Arbeit von Gerbing über 16.000 Belege erbracht hatte. 1964 veröffentlichte Schrickel einen Bericht über das Archiv . Er sorgte für die Aufstockung und systematische Anordnung der Flurnamenbelegbestände. Die Universität finanzierte Forschungsaufträge zur Erhebung von Flurnamen, Schreibkräfte sowie die Ausstattung des Archivs mit wissenschaftlichen und technischen Materialien. Schrickel bot Lehrveranstaltungen zur Flurnamenkunde an und betreute von 1966 bis 1977 fünfzehn Examensarbeiten. Außerdem war er Mentor bei zwei Dissertationen über die Flurnamen thüringischer Kreise.

1982 starb Herbert Schrickel mit 51 Jahren. Als wesentlichen Teil seines Lebenswerkes hat er das Thüringische Flurnamenarchiv hinterlassen, das Grundstock für die weitere wissenschaftliche Erschließung der Flurnamen Thüringens sein kann . Das Flurnamenarchiv wurde seither durch Dr. Rainer Petzold betreut, doch ruhte seit dem Beginn der 1990er Jahre angesichts der Notwendigkeit, das Thüringische Wörterbuch fertigzustellen, die Arbeit am Flurnamenarchiv weitgehend. Seit dieser Zeit war das Flurnamenarchiv in der Arbeitsstelle Thüringisches Wörterbuch beheimatet, die zum Institut für Germanistische Sprachwissenschaft gehörte. Nach Abschluss dieses Vorhabens ist das Flurnamenarchiv in neuen Räumen der Friedrich-Schiller-Universität unter der Obhut von Dr. Susanne Wiegand für die Forschung zugänglich.

III. Zwei praktische Vorbilder für das Thüringische Flurnamenbuch

Grundsätzlich ergeben sich aus dem bisher Skizzierten drei Arten flurnamenkundlicher Arbeiten. Die erste Möglichkeit ist die Monographie zu einem kleineren oder größeren Gebiet . Entsprechend der Gebietsgröße können diese Arbeiten als Seminararbeiten, Staats- beziehungsweise Magisterarbeiten oder aber als Dissertationen vergeben werden. Das geschah und geschieht auch in Jena am jetzigen Institut für Germanistische Sprachwissenschaft, wovon neben den gedruckten Veröffentlichungen auch mehrere ungedruckte Zeugnis ablegen, die in der Arbeitsstelle des Thüringischen Wörterbuchs beziehungsweise im Universitätsarchiv zugänglich waren bzw. sind. Die zweite Möglichkeit ist das historisch-philologische Flurnamenbuch für eine größere Region, so etwa ein Flurnamenbuch für den Freistaat Thüringen. Die dritte Form ist der regionale Flurnamenatlas .

Eines der übergreifenden Projekte, das bedenkenswerte Anstöße für die praktische Arbeit am Thüringer Flurnamenbestand bietet, ist das Liechtensteiner Flurnamenbuch. Sein Konzept wurde von Toni Banzer auf dem Regensburger Symposion des Arbeitskreises für Namenforschung vorgestellt.

Es geht hier um die Frage, auf welchem Wege aus den Belegen das Flurnamenbuch praktisch erarbeitet werden kann. Wenn die Struktur der Verarbeitung angemessen ist, spielt die Anzahl der Belege nur für die Frage eine Rolle, welche Daten in vertretbarer Zeit wie erhoben werden können beziehungsweise am Ende in der gedruckten Fassung weggelassen werden müssen. Auch dafür gibt es, etwa von Hans Ramge , entsprechende Überlegungen . Aber zunächst findet die Erhebung und Bearbeitung des Materials statt, und zwar sogleich elektronisch unterstützt.

Das Werk besteht aus einem Lexikonteil und einem Materialteil. Der Lexikonteil führt die Namenwörter auf. Er enthält alle die den Flurnamen zugrundeliegenden deutschen und vordeutschen Appellativa mit deren etymologischen Erklärungen sowie einer Auflistung aller mit diesem Appellativ gebildeten Flurnamen. Im Materialteil des Namenbuchs erscheinen die Flurnamen, gemeindeweise alphabetisch aufgelistet. Dabei ist jeder Name mit den nötigen Zusatzinformationen versehen, wie sie in der jetzigen Flurnamenforschung üblich sind. Der Vorteil der Zweiteilung ist offensichtlich. Zum einen werden Namenwörter von Flurnamen nicht zufälligerweise dort erklärt, wo sie zum ersten Mal im Buch auftreten. Zum anderen wird Redundanz vermieden. Jedes Namenwort wird nur ein einziges Mal behandelt.

In dieser Weise ist grundsätzlich auch das Südhessische Flurnamenbuch aufgebaut, das auf einer ungleich größeren Materialgrundlage beruht. Hier werden nach dem Lemmaansatz, also etwa Fang, die zu diesem Lemma zu stellenden Flurnamen genannt, so etwa

ALLMF: °In den Fängen [...] / °Fängerhof. ARH: °Fangschneise [...] / °Bei der Fangweide [...] / °Die Fangwiese [...] / 1585 vff dem fang [...].

Den Belegen folgen die Ausführungen zu dem Namenwort, hier etwa:

Zu mhd. vanc st. M. 'Fang, das Auf-, Umfangende', ahd. in wintfang. Das Substantiv ist eine Ableitung vom starken Verb fangen. Namengebend waren zumeist Orte, an denen das Wild gefangen werden sollte. [...]

IV. Perspektiven der thüringischen Flurnamenforschung

Mit den konzeptionellen Vorarbeiten für ein Thüringisches Flurnamenbuch und einen Thüringischen Flurnamenatlas sollte möglichst bald neu begonnen werden.

Um dies zu fördern, fand am 26. und 27. 10. 2001 am Institut für Germanistische Sprachwissenschaft ein von der DFG unterstütztes Kolloquium mit dem Thema "Perspektiven der thüringischen Flurnamenforschung" statt, das die an den Thüringer Flurnamen Interessierten unter der Beteiligung von Wissenschaftlern auswärtiger Hochschulen zusammenführte. Ein auf dieser Grundlage vom Verfasser herausgegebener Aufsatzband enthält die Vortrags- bzw. Aufsatzfassungen der anlässlich des Kolloquiums gehaltenen Vorträge und zwei weitere Aufsätze sowie eine systematische Bibliographie zur thüringischen Orts- und Flurnamenkunde.

V. Mitwirkung heimatkundlich Interessierter am thüringischen Flurnamenprojekt

Es wurde erwähnt, dass in der Frühphase der Flurnamensammlung in Thüringen die von der Universität Jena ausgehende Sammeltätigkeit und die von anderer Seite vorgenommene ohne Koordination vor sich gingen. Aber gerade die Flurnamenforschung bedarf bei der Sammlung und Zusammenstellung der für die Forschung erforderlichen Daten der Mitarbeit von ortskundigen Interessierten .

In Thüringen bestehen gegenwärtig etwa 2.700 Städte und Dörfer. Als Gemeindeverbände sind sie zu über 1.000 politischen Gemeinden zusammengeschlossen .

Vom Jenaer Flurnamenarchiv wird bereits ein wesentlicher Teil der thüringischen Flurnamen erfasst, aber bei weitem noch nicht deren Gesamtmenge. Diese dürfte, wenn neben dem gegenwärtigen Bestand auch die Flurnamen berücksichtigt werden, die für die Vergangenheit nachweisbar, heute aber außer Gebrauch sind, mit mindestens 200.000 Flurnamen angenommen werden. Flurnamen, die in einer und derselben Gemarkung als Bestandteile von Bezeichnungen benachbarter Flurstücke mehrfach auftreten (Auf dem Anger, Vor dem Anger, Hinterm Anger), sind dabei jeweils nur einmal gezählt . Lochner geht von 3.500 Ortsgemarkungen mit je etwa 100 Flurnamen aus und kommt so auf eine geschätzte Menge von 350.000 Flurnamen. Das Flurnamenarchiv umfasst zur Zeit schätzungsweise 116.000 Namenbelege. Diese sind auf ungefähr 300.000 DIN-A6-Zetteln in dreifacher Ausfertigung vorhanden, und zwar in drei Karteien, einer Ortsdatei, einer alphabetischen Kartei und einer Grundwortkartei. Quantität und Qualität des Belegmaterials schwanken stark. Für manche der insgesamt 56 erfassten ehemaligen Kreise sind schätzungsweise 60% des gegenwärtigen Flurnamenbestands verzeichnet, für andere sind nur ungefähr 10% erfasst. Das durch studentische Arbeiten, Examensarbeiten und Dissertationen erhobene und analysierte Material ist bisher nur unzureichend in das Flurnamenarchiv eingeflossen.

Neben dem Thüringischen Flurnamenarchiv in Jena ist auf die Existenz einiger privater Flurnamenarchive hinzuweisen, so das Flurnamenarchiv von Achim Fuchs aus Meiningen, welches ca. 30.000 Flurnamen aus ganz Südwestthüringen verzeichnet.

Um für die Fortsetzung der Arbeit am Thüringer Flurnamenarchiv möglichst viele ehrenamtliche Mitarbeiter zu gewinnen, bedarf es der Anbindung an eine dafür geeignete Institution. Hierfür kommt der Heimatbund Thüringen in Frage. Als Landesverband für Natur- und Umweltschutz, Regionalgeschichtsforschung, Denkmalschutz und Kulturpflege wird er von der Landesregierung gefördert und hat landesweite Wirkungsmöglichkeiten.

Als Mitglied des Heimatbundes hat Prof. Dr. Günther Hänse (Weimar) auf einer Mitgliederversammlung 1999 entsprechende Gedanken vorgetragen; diese wurden in einer Konzeption für die Aufnahme eines Flurnamenprojekts in das Arbeitsprogramm des Heimatbundes fixiert.

Eine Auftaktveranstaltung für dieses Projekt wurde als 1. Thüringer Flurnamenkonferenz des Heimatbundes am 3. 11. 1999 auf Schloss Elgersburg durchgeführt . An ihr nahmen über 80 Ortschronisten, Bürgermeister, Vertreter von Landrats- und Katasterämtern sowie Sprachwissenschaftler, Archivare, Archäologen, Volkskundler aus wissenschaftlichen Einrichtungen, andere regionalgeschichtlich Interessierte und Journalisten teil .

Aufgrund dieser Konferenz konnten bis Ende 2004 ca. 150 örtliche Flurnamenbearbeiter für die Sammlung der Flurnamen ihrer Heimatgemarkung oder der Komplettierung einer bereits vorhandenen Sammlung gewonnen werden. Bislang entstanden etwa 50 Flurnamensammlungen . Durch entsprechende Bemühungen des Heimatbundes konnte erreicht werden, dass das Thüringische Innenministerium im Juni 2001 das Landesvermessungsamt sowie die Katasterämter der Landkreise von dem Flurnamenprojekt unterrichtete und sie anwies, den Flurnamenbearbeitern die erbetene Hilfe zukommen zu lassen. Ihnen ist nun die "kostenlose Einsichtnahme in die Zustandsberichte, Flurbücher, Liegenschaftsbücher, Rezessakten, Separationskarten und Urkarten" möglich .

Mit dem Projekt verbunden sind andere Aktivitäten. Dazu gehören neben der Beratung der Flurnamenbearbeiter einige Vortragsveranstaltungen in verschiedenen Regionen Thüringens, in denen das Projekt erläutert und die für die betreffende Region spezifischen Aufgaben für die Flurnamenforschung präzisiert wurden. Weiterhin zählen dazu über 30 Vorträge in den Städten und Dörfern des Weimarer Landes, in denen Prof. Hänse die Flurnamen der jeweiligen Siedlung und deren regionalgeschichtlichen Wert erläuterte. Zudem hat G. Hänse († 2004) in regionalen Zeitschriften und Tageszeitungen zahlreiche Beiträge zu flurnamenkundlichen Themen publiziert.

Der Anleitung der Flurnamenbearbeiter dient ein viermal jährlich erscheinender und jedem Interessenten kostenlos zugestellter "Flurnamen-Report". Über das Flurnamen-Projekt wird seit 2000 zudem auf der Internet-Seite (http://www.heimatbund-thueringen.de/index.php?id=104, Flurnamenreport) des Heimatbundes Thüringen informiert.

Eine Zwischenbilanz der seit 1999 geleisteten Arbeit wurde auf der 2. Elgersburger Flurnamenkonferenz des Heimatbundes Thüringen (November 2001) gezogen. Gegenstand der 3. Elgersburger Flurnamenkonferenz im Oktober 2003 waren neben einem Bericht von G. Hänse über die bisher erbrachten Ergebnisse des Flurnamenprojekts unter anderem eine Vorstellung der Kartenwerke des Thüringischen Landesvermessungsamts.

Die 4. Elgersburger Flurnamenkonferenz (November 2005) stellte wieder anhand von Referaten der Vertreter verschiedener Arbeitsgruppen methodische und praktische Fragen bei der Flurnamenerhebung vor Ort vor. Dr. Frank Reinhold referierte über den zu diesem Zeitpunkt erreichten Stand der Flurnamenarbeiten in Thüringen. Angesichts des Todes von G. Hänse stellte sich die Frage nach der künftigen wissenschaftlichen Betreuung der Flurnamensammlung und -erforschung in Thüringen. Zu dieser erklärte sich der Verfasser dieses Berichts bereit, wobei eine Zusammenarbeit mit den bisherigen Bearbeitern des Thüringischen Wörterbuchs angestrebt wird.

Der Verfasser dieser Zeilen wies auf der Tagung darauf hin, dass es im augenblicklichen Stadium darauf ankommt, dass die Sammlung der Flurnamen durch die ehrenamtlichen Mitarbeiter vor Ort fortgesetzt wird. Das Ziel des Flurnamenprojekts des Heimatbundes sollte darin bestehen, dass für möglichst viele Gemeinden Dokumentatoren der existierenden Flurnamen gewonnen werden.

Die Sprachwissenschaft muss zunächst eine sprachliche Quelle erheben und herausgeben, bevor deren wissenschaftliche Bearbeitung in dieser oder jener Hinsicht erfolgen kann. Insoweit ist es für die Jenaer Sprachwissenschaft das primäre Ziel, eine möglichst umfassende Dokumentation und Präsentation der Thüringer Flurnamen zu erreichen. Die wissenschaftliche Bearbeitung des Bestandes durch akademische Abschlussarbeiten kann sich darauf aufbauend mit den Namen einer Gemeinde oder eines größeren Gebietes befassen. Zusammenfassende Projekte wie ein Thüringer Flurnamenbuch oder ein Thüringer Flurnamenatlas setzen die Edition der Flurnamen voraus.

Diese Erhebung und Edition der Flurnamen Thüringens sollte in einer Weise erfolgen, die den Stand der Arbeiten jederzeit und für jedermann sichtbar macht, vor allem für die freiwilligen Helfer vor Ort. Die Sichtbarkeit ihrer Aktivitäten würde sicher auch die Motivation der Beteiligten noch weiter vergrößern. Dafür erscheint es erforderlich, dass der Arbeitsstand des Projekts ins Internet gestellt wird. Konkret kann das so aussehen, dass in einer Anordnung nach den 22 Landkreisen bzw. Städten die erhobenen Daten gemeindeweise als Textdateien und Kartendateien zugänglich sind. Zugleich würde darüber informiert werden, zu welchen Gemeinden bereits wissenschaftliche Flurnamenarbeiten vorliegen, von denen die neueren und künftigen ebenfalls ins Netz gestellt werden sollten. Auf dieser Grundlage könnten die weiteren Erhebungen und Forschungen vorgenommen werden. Eine von Tobias Lochner entworfene Karte zeigt den bisher erreichten Stand der Aufnahme und wissenschaftlichen Bearbeitung der Flurnamen Thüringens. Auf dieser werden die namenkundlichen Arbeiten aus der FSU Jena zu einzelnen Orten mit dem Dreieckssymbol abgebildet; die von umfassenderen Arbeiten behandelten Gebiete sind rot eingefärbt. Mit dem senkrechten Strich werden die vom Heimatbund Thüringen angeregten Sammlungen verzeichnet.

Die Berichte über die laufenden Flurnamenarbeiten könnten durch eine allgemein zugängliche Veröffentlichungsweise stärker wirksam werden. Die Flurnamenreports sollten in der Zeitschrift des Vereins abgedruckt und mitsamt den bisher erschienenen Ausgaben von a. 2000-2005 ins Netz gestellt werden.

Für die weitere Erforschung der Flurnamen Thüringens, welche als ein ausgesprochenes Langzeitprojekt eine entsprechende Perspektive benötigt, ist es erforderlich, dass die diesbezüglichen Aktivitäten von einer zentralen Stelle koordiniert werden. Hierfür kommt nur eine Arbeitsstelle für thüringische Sprachforschung an der Friedrich-Schiller-Universität Jena in Betracht, die für ihre Aufgaben finanziell, technisch und personell so ausgestattet ist, dass die skizzierten anstehenden Forschungen in sinnvoller Weise unternommen und erfolgreich abgeschlossen werden können.

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Wörterbuch, Thüringisches. Auf Grund der Sammlungen von V. Michels und H. Hucke beabeitet von Band IV bis Band VI unter Leitung von K. Spangenberg, fortgesetzt unter Leitung von W. Lösch, weitergeführt von S. Wiegand an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. III. Band. 1., 2. und 3. Lieferung. herablappen-Katze. Bearbeitet von Rainer Petzold, Frank Reinhold, Susanne Wiegand, Berlin 2005.

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